Bämm, ich bin tot. Aber heute war ich nicht ganz so dummbrotig, hoffe ich zumindest. Was das Projekt Hausarbeit angeht.
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Belächelt es, wenn ihr wollt, aber ich finde mein aktuelles Projekt (das sich hoffentlich über das ganze nächste Jahr erstrecken wird) interessant. Verfolgenswert. Sonst würde ich es ja nicht verfolgen.
Und zwar habe ich vor, meine Privatlektüre danach auszuwählen, wer's geschrieben hat. Frauen. Der Gedanke kam mir irgendwann, nachdem mir klar geworden ist, dass der Mainstream im Reclamregal beim Bücheraldi fast nur männliche Autoren birgt. Und dann männlich dominierter Diskurs, blablabla. Und weil ich es interessant finde, ob einem was anderes auffällt. Und um halt mal halb-Mainstream zu lesen.
Ich meine, ist es verwunderlich, habe ich doch schon vor Jahren gelesen, dass Joanne K. Rowling erst unter J. K. Rowling publiziert hat, damit niemand ihr Buch nicht kauft, nur weil sie eine Frau ist.
Aktuell lese ich also (zufällig noch bevor ich auf mein kleines Vorhaben kam) "To Kill a Mockingbird" von Harper Lee. Die hat ihren zweiten Vornamen oder so genommen, weil er nicht auf den ersten Blick weiblich wirkt, zumindest nicht auf meine dummen deutschen Ohren. In dem Buch (sehr stark autobiographisch geprägt, wie fast immer wie man meinen könnte) geht es um ein paar Kinder, erzählt aus der Sicht der kleinen Schwester, die immer mit den Jungs rumhängt und sich sonst auch sehr jungenhaft gibt. Schon mindestens zweimal (auf noch nicht mal Seite hundert) ist sie angekackt worden, sie solle doch jetzt bloß nicht zum Mädchen werden. Ansonsten geht's hauptsächlich um andere Sachen, so Kindheit im Süden der USA, der entsprechende Rassismus, zum Beispiel. Nicht ganz einfach nachzuvollziehen, aber mit einer süßen, speziellen Abart von subtilem Humor geschrieben.*
Sonst noch auf der Liste/ dem Bücherstapel: "The Bell Jar" von Sylvia Plath und "The Left Hand of Darkness" von Ursula LeGuin.
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Mein Räucherstäbchen ist so gut wie runter, der Halter gleichzeitig Aschenbecher, und ich will nur noch ins Bett, ein bisschen Anspielungen auf Amerikanische Geschichte nachvollziehen. Eigentlich will auch grade ganz viel Hindi lernen und meine akademische Dauer-Schreibblockade auch für meine Isländischhausaufgaben brechen, aber dazu bin ich zu kaputt.
PS: Sollte das wer lesen und ne Meinung haben, kommentiert ruhig, die Kommentarfunktion ist freigeschalten. ;)
PPS: Lieber anonymer Pflüger (ierþling heißt es korrekt, übrigens), das könnte man machen. Oder recherchieren, ob's das schon gibt. "Zwei Worte nur: Nicht heute."
Fußnoten:
* Ich Sprachnazi geb mir größte Mühe, Bücher in der Originalsprache zu lesen, sofern irgendwie mal gelernt, was mich praktisch leicht einschränkt. Andererseits ist es auch irgendwie inspirierend, sonntagfrüh um 6 mit der Ubahn nach hause zu fahren und sich erst über das Buch zu freuen und dann zu realisieren, dass es nicht die eigene Muttersprache ist. Unter anderem.
Also den Weg würde ich nicht gehen. Nicht, weil ich Männer so unglaublich toll finde, sondern weil Talent für mich nicht ans Geschlecht gebunden ist. Was kann ich dafür, wenn meine Lieblingsautoren (Pratchett, Ende, Bemmann, etc.) männlich sind? Nichts.
AntwortenLöschen- der ierþling (dessen Unfähigkeit zum Sonderzeichenfinden diesmal durch copy-and-paste wunderbar überspielt werden kann.)